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Mitarbeiter im Fokus - Buschjost GmbH investiert in Ausbildungswerkstatt und Kantine

Es soll ein Neubau über zwei Ebenen geschaffen werden. Christian Kloos-Vollmer (Facility Manager bei der Buschjost GmbH), Thomas König und Thomas Handt (von links) prüfen die Pläne.

Der Anbau soll im dritten Quartal 2020 bezogen werden, so lautet der Plan. Die Auszubildenden freuen sich schon jetzt.

Der Entwurf steht, der Bauantrag wird in Kürze gestellt: Die Buschjost GmbH (ein Unternehmen von IMI Precision Engineering) plant am Firmenstandort auf der Lohe den Neubau einer Kantine und die Erweiterung der Ausbildungswerkstatt. Das Unternehmen reagiert damit auf die aktuelle Arbeitsplatzsituation. „Wir wollen als Arbeitgeber auch in Zukunft attraktiv sein und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken“, so Werksleiter Thomas König. „Qualifizierte Fachleute sind mehr denn je gefragt. Und mit der Ausbildung von Nachwuchskräften sichern wir sowohl unsere Zukunft, als auch die der jungen Leute.“

Geplant ist ein zweistöckiges Gebäude. Im Erdgeschoss soll neben Büros eine neue Kantine, in der etwa 100 Mitarbeiter Platz finden, untergebracht werden. Damit könnte das derzeitige Provisorium einer Kantine im Container dann weichen. In Zukunft soll das Buschjost „Restaurant“ von einem Fremdunternehmen bewirtschaftet werden, was neu für das Unternehmen sein wird.

In einem späteren, zweiten Schritt ist für die Kantine ein Außenbereich mit Überdachung geplant, wo die Mitarbeiter ebenfalls ihre Pausen verbringen können. Deshalb werden die Außenbereiche schon so vorbereitet, dass zukünftige bauliche Maßnahmen möglich sind.

Mit der neuen Kantine möchte das Unternehmen die Bereiche Verwaltung und Produktion, die auf dem Firmengelände räumlich getrennt sind, näher und mehr zusammenbringen. „Es soll ein lebendiger Mittelpunkt entstehen, wo man Kollegen aus anderen Abteilungen trifft, mit denen man vielleicht beruflich kaum Kontakt hat. Man trifft sich, man redet miteinander. Das halte ich für sehr wichtig für das Miteinander“, erklärt Thomas König. Es soll ein Ort entstehen, an dem die Mitarbeiter in ihrer Mittagspause abschalten und entspannen können.

Die Maßnahme diene auch der Mitarbeiterbindung. Der Werksleiter bringt seine Überzeugung auf den Punkt: „Eine gute Betriebskantine ist auch motivierend. Gutes Essen und Trinken, sowie angenehme Gespräche in ansprechender Umgebung, all das fördert die Motivation. Unsere neue Kantine soll dazu beitragen, Buschjost für potenzielle neue Mitarbeiter noch attraktiver zu machen.“ Ein Unternehmen müsse solche Aspekte heutzutage berücksichtigen, um geeignete Arbeitskräfte für sich zu gewinnen. „Als Firma möchten wir Menschen so begeistern, dass sie möglichst bis zum Renteneintritt bei uns arbeiten.“

Ins Obergeschoss des neuen Gebäudes soll die Ausbildungswerkstatt des Unternehmens einziehen. „Wir stellen am Standort jährlich etwa sieben bis neun neue Auszubildende ein, die hiervon erheblich profitieren werden“, erzählt Thomas König.

Mit dem neuen Gebäude wird die Ausbildungsabteilung flächenmäßig erweitert, modernisiert und bekommt mehr sowie bessere Schulungsmöglichkeiten. „Wir müssen einfach aktuell bleiben. Industrie 4.0 ist ein Stichwort, was derzeit in aller Munde ist. Deshalb ist es schon in der Ausbildung wichtig, dass wir auch aktuelle Fertigungsverfahren lehren“, erklärt Thomas Handt, Ausbildungsleiter für die gewerblichen Berufe.

Etwa 60% ihrer Ausbildungszeit sind die Azubis im Betrieb. Die gesamte Lehrzeit soll für die Nachwuchsfachkräfte so praxisnah und abwechslungsreich wie möglich sein. Deshalb arbeiten die Berufseinsteiger zum einen in den jeweiligen Bereichen ihres Ausbildungsberufes mit und erhalten darüber hinaus ihre Grundausbildung in der Ausbildungswerkstatt.

Dass diese auch bisher schon gut ausgestattet ist, zeigt sich beispielsweise daran, dass die Buschjost GmbH in den angebotenen Metallberufen ein sogenannter Prüfbetrieb ist. Das heißt, die Auszubildenden und sogar einige Prüfungsgäste aus benachbarten Unternehmen legen ihre Prüfung im Beisein eines IHK-Prüfungsausschusses direkt vor Ort ab. Die Ausbildungswerkstatt biete „sämtliche Maschinen, um die Berufsbilder abzudecken“.

Aus- und Weiterbildung wird bei der Buschjost GmbH schon immer großgeschrieben. Seit über 45 Jahren können die unterschiedlichsten Berufe im Unternehmen erlernt werden. „Es hat sich gezeigt, dass sich unsere Auszubildenden in starkem Maße mit unserem Unternehmen identifizieren und nach erfolgreicher Ausbildung in Fach- und Führungsaufgaben einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leisten. Aus diesem Grund möchten wir ihnen eine Ausbildung unter bestmöglichen Voraussetzungen bieten,“ so Thomas König. „Und auch Personalentwicklung ist ein wichtiges Thema bei Buschjost“, bekräftigt Thomas Handt. Wie gut das funktioniert, sieht man an ihm. Er hat die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei Buschjost absolviert und ist seit über drei Jahrzehnten im Unternehmen.

Aktuell durchlaufen 28 junge Menschen eine Ausbildung oder ein Duales Studium bei der Buschjost GmbH, 18 davon in den gewerblichen Berufen. Die Firma ist bestrebt alle Azubis zu übernehmen. Ein Übernahmeangebot nach abgeschlossener Lehre ist deshalb viel eher die Regel als die Ausnahme.

An der Stelle der bisherigen Ausbildungswerkstatt werden der Werkzeugbau und die Thermoplastverarbeitung erweitert, sodass auch in diesen Abteilungen neue Möglichkeiten entstehen. Im dritten Quartal 2020 soll der Anbau bezugsfertig sein, so lautet der Plan.

 
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