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Motorisch betätigt

Motorisch betätigt

Das Automatisieren von Fertigungseinrichtungen und Prozeßabläufen mit Hilfe elektronischer Regel- und Steuergeräte erfordert Verbindungen zwischen den elektronischen und den fluidischen Steuerkreisen.

Das nachfolgend vorgestellte Ventil zur Volumenstromregelung von flüssigen und gasförmigen Fluiden stellt eine solche Verbindung dar. Das Zuführen und Absperren von Fluidmengen geschieht überwiegend durch elektromagnetisch betätigte Schaltventile. Deren Arbeitsweise oder auch diejenige von manuell betätigten Drosselventilen wird jedoch bestimmten Anforderungen an den Volumenstrom nicht gerecht. Daher werden überall dort, wo ein exaktes Anpassen an den tatsächlichen Bedarf erforderlich ist, Regelventile eingesetzt. Das Angebot solcher Ventile ist vielfältig. Je nach Einsatzfall und Anforderung an die Genauigkeit kann zwischen den unterschiedlichsten Konstruktionsprinzipien des Stellgliedes bzw. des Antriebes gewählt werden.
Das Motorregelventil arbeitet nach dem Flachdrehschieber-Prinzip, bei dem die Drosselelemente aus zwei verschleißfreien, verschmutzungsunempfindlichen Oxydkeramik-Scheiben bestehen.

Der wartungsfreie elektrische Stellantrieb besteht aus kräftigen, reversierbaren Motoren, wobei je nach Art der zur Verfügung stehenden Ansteuerung zwischen Gleichstrom-, Synchron- und Schrittmotor gewählt werden kann.

Das nachgeschaltete spielfreie Untersetzungsgetriebe, das über die kraftschlüssige Verbindung seiner Abtriebswelle die Steuerscheibe antreibt, garantiert eine reproduzierbare definierte Regelcharakteristik. Die Endlagenkennung - also Ventil geschlossen bzw. 100% geöffnet - geschieht über zwei getrennte, potentialfreie Mikroschalter. Bedingt durch die geringe Leistungsaufnahme zwischen 1,5 bis 5 Watt, je nach Motorausführung, kann die Ansteuerung direkt aus der Regelelektronik erfolgen.

Für die Ansteuerung des Motorregelventiles werden verschiedene Regler und Elektronik-Komponenten angeboten, die im Verbund mit dem Ventil die Lösung einfacher Steuerungsaufgaben bis hin zur komplexen Regelung ermöglichen, wie z. B. Durchfluß- und Temperaturregler oder elektronische Steuerkarten wie Servoverstärker oder Schrittmotorsteuerung.

Funktionsbeschreibung
Skizze mit Funktionsbeschreibung eines Motorventils von Buschjost



Steuerscheiben

Eine von zwei Steuerscheiben öffnet über einen Drehwinkel von 90 Grad kontinuierlich zwei gegenüberliegende blendenförmige Strömungsquerschnitte auf der anderen Drosselscheibe. Auf Grund der angepaßten Geometrie des Scheibenpaares wird eine quasi lineare Durchflußkennlinie erzielt. Der jeweils angefahrene Drosselquerschnitt bleibt bei abgeschalteter Steuerspannung erhalten. In der geschlossenen Stellung (Nullabschluß) ist eine tropfdichte positive Überdeckung gewährleistet.