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Druckbetätigt durch Fremdfluid

Druckbetätigt direkt durch Fremdfluid

Ventile dieser Bauart werden über ein Kolben- oder Membranantriebselement mit Hilfe eines neutralen Steuerelements (Luft, Wasser, Hydrauliköl) betätigt. Sie arbeiten im Druckbereich von 0 bar bis zum maximalen Betriebsdruck entsprechend der Kennwerttabelle.
Das in Ruhestellung geschlossene Ventil erreicht diese Funktion durch Druckfedern, die in Schließrichtung wirken.
Die in Ruhestellung geöffnete Ausführung wird durch unterhalb der Antriebselements montierte Druckfedern erreicht.

Bei Zufuhr eines Fremdfluids zum Antrieb durch den Steueranschluß "Z" werden die Ventile geöffnet bzw. geschlossen.
Das hierzu notwendige 3/2-Wege-Steuerventil (Pilotventil) wird entweder direkt an den Antrieb angeschraubt oder extern in die Steuerleitung montiert.

Bei der - für einige Baureihen zusätzlich verfügbaren - Ausführung mit doppeltwirkenden Steuerantrieb, wird ein 4/2- oder 5/2-Wege-Steuerventil benötigt. Die Ventilgrundstellung ist frei über die Druckzuführung wählbar und die Ventilschaltzeiten können über Drosselrückschlagventile beeinflußt werden.

Die Durchflußrichtung der Betriebsfluide ist normalerweise festgelegt und an den Ventilen erkenntlich.

Funktionsbeschreibung

Ruhestellung geschlossen


Öffnen
Skizze eines 2/3-Wegeventils, was durch Druck direkt betätigt wird, offen
Schliessen
Skizze eines 2/3-Wegeventils, was durch Druck direkt betätigt wird, geschlossen
In der Grundstellung ist der Steuerraum des Stellantriebs über den Rücklaufsitz des Steuerventils entlastet. Bei Erregung des Magneten am Steuerventil wird dieser Sitz geschlossen und das Steuerfluid gelangt über den Zulaufsitz in den Steuerraum. Der sich dort aufbauende Druck hebt über eine Spindel das Dichtelement vom Hauptsitz gegen die Kraftwirkung der Druckfeder und je nach Ventiltyp auch gegen den auf das Dichtelement wirkenden Betriebsdruck an - das Ventil öffnet.

Beim Ausschalten der elektrischen Spannung öffnet der Rücklaufsitz im Steuerventil und der Zulaufsitz wird geschlossen. Der Steuerdruck aus dem Antriebsraum baut sich ab, und das Dichtelement des Hauptventils wird nun durch die Kraftwirkung der Druckfeder auf den Ventilsitz gepreßt - das Ventil schließt.
Je nach Ventiltyp wird der Schließvorgang noch durch den Betriebsdruck unterstützt.