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Buschjost behandelt Praktikanten fair:
Praktische Erfahrungen strukturiert sammeln



„Immer häufiger kompensieren Unternehmen abgebaute Vollzeitstellen mit schlecht oder gar nicht entlohnten Praktikumsstellen. Ambitionierte und talentierte Nachwuchskräfte werden so immens verunsichert. Investitionen in die zukünftigen Fach- und Führungskräfte unterbleiben und junge Talente werden über Jahre hinweg nicht entsprechend gefördert,“ erklärt Lutz Missbach, Personalleiter bei der Buschjost Norgren GmbH + Co. KG. Diesen Trend möchte das Unternehmen nicht mitmachen und hat sich deshalb als „Fair Company“ verpflichtet.

Fair Company ist eine Initiative des Job- und Wirtschaftsmagazins Junge Karriere. Das Magazin vergibt das Gütesiegel „Fair Company“ an Unternehmen, die sich gegen die Ausbeutung der so genannten Generation Praktikum aussprechen und auch danach handeln. Dazu müssen die Unternehmen folgende fünf Regeln beherzigen:

Fair Companies...
- substituieren keine Vollzeitstellen durch Praktikanten, vermeintliche Volontäre, Hospitanten o. ä.
- vertrösten keinen Hochschulabsolventen mit einem Praktikum, der sich auf eine feste Stelle beworben hat,
- ködern keinen Praktikanten mit der vagen Aussicht auf eine anschließende Vollzeitstelle,
- bieten Praktika vornehmlich zur beruflichen Orientierung während der Ausbildungsphase,
- zahlen Praktikanten eine adäquate Aufwandsentschädigung.

Über 1000 namhafte Unternehmen, darunter Großkonzerne und Mittelständler, aber auch Medienunternehmen und Agenturen, verpflichteten sich bisher öffentlich für die Initiative „Fair Company“ keine hoch qualifizierten Absolventen auf schlecht bezahlten Praktikanten- und Hospitantenstellen zu beschäftigen. Im Oktober 2004 hatte Junge Karriere die Initiative mit 30 Mitgliedsunternehmen ins Leben gerufen.

Die Einhaltung der Kriterien wird von der Redaktion überprüft. Alle Absolventen oder Praktikanten haben auf der Internetseite des Magazins die Möglichkeit, Verstöße von Unternehmen zu melden. Diesen wird dann nachgegangen. Bei zwei nachweisbaren Verstößen erfolgt der Ausschluss aus der Initiative. Einmal jährlich gibt es außerdem einen „Fair Company Guide“, in dem alle Fair Companies mit vollständigen Adressen und Ansprechpartnern sowie Infos über Praktikumsvergütung etc. aufgelistet sind.

Für Lutz Missbach ist es schon fast eine Selbstverständlichkeit, dass sich Buschjost der Initiative angeschlossen hat: „Ein Praktikum vermittelt hautnah praktische Erfahrungen zu Aufgaben und Anspruch eines Aufgabenbereichs. Es ist damit ein entscheidender Teil der Ausbildung und ein wichtiger Schritt zur beruflichen Weiterentwicklung. Nur Unternehmen, die den damit verbundenen Aufgaben bei der Praktikantenbetreuung einen hohen Stellenwert zuweisen, haben die Möglichkeit auch in Zukunft hervorragende, qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen.“

Jedes Jahr beschäftigt Buschjost etwa 20 Praktikanten, die vorwiegend im technischen Bereich Einsatz finden. So werden bei Buschjost beispielsweise Technikerarbeiten im Rahmen von Technikerfortbildungen geschrieben oder auch Diplomarbeiten betreut. Auch in der Wiedereingliederung nach der Elternzeit oder im Rahmen der beruflichen Rehabilitation ist Buschjost aktiv.

Zusätzlich bietet Buschjost jährlich 30 bis 40 Schülerpraktikanten einen Platz an. Bevorzugt werden hier die Nachbarschulen mit denen das Unternehmen derzeit Schulpartnerschaften vereinbart: die Hauptschule Nord, die Realschule Süd und das Immanuel-Kant-Gymnasium in Bad Oeynhausen.

Das Unternehmen gibt den Praktikanten zahlreiche Möglichkeiten Praxiserfahrungen zu sammeln und ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu erhöhen. „Eine strukturierte Betreuung während des Praktikum ist uns hierbei sehr wichtig“, so Lutz Missbach. Eine adäquate Vergütung der erbrachten Leistungen ist für ihn selbstverständlich: „In der Regel erhalten die Praktikanten die Ausbildungsvergütung des ersten Ausbildungslehrjahres in dem jeweiligen Beruf. Wir bieten aber auch individuelle Lösungen indem wir z. B. die Studiengebühren und Fahrkosten übernehmen.“ Die Bewertung durch die Praktikanten scheut der Personalleiter nicht. Im Gegenteil, sie werden alle auf die Bewertungsmöglichkeit bei der Jungen Karriere hingewiesen. Und in Zukunft soll sogar ein unternehmenseigener Rückmeldebogen eingeführt werden.

Pressekontakt:
Buschjost Norgren GmbH + Co. KG
Sandra Lauer
Detmolder Str. 256
32545 Bad Oeynhausen
Tel.: 05731 / 791 -181
Fax: 05731 / 791 –77 181
sl@buschjost.de
www.buschjost.de



  • 27.02.2009
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