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Presse-Index: 036
Große Projekte brauchen große Sicherheiten:
Ventilsysteme für die Energieerzeugung
Prozessventile sind in der gesamten Energieerzeugung, in allen Kraftwerkstypen und in allen Bereichen der
industriellen Prozessdampftechnik zu Hause. Eine Vielzahl von Einzelventilen steuert die Druckluft- und Gaszufuhr,
sorgt dafür, dass Turbinen und Leitungen turnusmäßig gespült werden, leitet Dampf und flüssige Medien jeder Art und
reinigt mit kurzen, aber intensiven Druckluftimpulsen Filteranlagen. Werden diese Einzelventile zu Systemen
zusammengefasst - wie bei Buschjost - ergeben sich daraus vielfältige Vorteile.
Der Betrieb von großen Dampferzeugern und Kraftwerken hängt im wesentlichen von der Zuverlässigkeit der einzelnen
Komponenten ab. Damit sie sicher funktionieren, sind einerseits in allen Industriestaaten umfangreiche Vorschriften
und Normen erlassen worden wie zum Beispiel Ex-Schutz Vorschriften, Druckbehälterverordnungen,
Elektroinstallationsvorschriften.
Andererseits arbeiten Komponentenhersteller kontinuierlich an der Optimierung und Verbesserung der Produkte.
So hat Buschjost seine Ventilplattform für Kraftwerks- und Prozesstechnik mit der Click-on®-Plattform und der
Flanschventilreihe grundlegend neu entwickelt bzw. überarbeitet. Dabei profitierte das Bad Oeynhauser Unternehmen
von der langjährigen Erfahrung des Ventilspezialisten HERION, von dem Buschjost die Nachfolge als Spezialist für
Kraftwerksventile innerhalb der IMI Norgren Gruppe übernommen hat.
Zudem haben einige Mitglieder der Norgren Gruppe - Buschjost, FAS, KIP und Kloehn - ihre Kompetenzen gebündelt
und innerhalb von Norgren die Division Norgren Fluid Controls ins Leben gerufen. Die vier Unternehmen decken
gemeinsam das gesamte Anwendungsspektrum von Magnet- und Prozessventilen, Pumpen und fluidtechnischen Lösungen
ab und sind so in der Lage, weltweit jede nur denkbare Lösung dem Kunden quasi als Komplettanbieter aus einer Hand
anzubieten.
Von den 900 Mitarbeitern der neuen Gruppe sind mehr als 100 erfahrene Ingenieure und Entwickler, die ein gewaltiges
Know-how-Potential darstellen mit Kompetenzen in kundenspezifischen Systemlösungen von der Medizintechnik über
den Maschinen- und Anlagenbau bis hin zur Heizung und Klimatisierung von Fahrzeugen. Die Zusammenarbeit der vier
Entwicklungsabteilungen kann bereits auf erste Ergebnisse verweisen. So übernimmt beispielsweise ein
FAS-Miniaturventil die Steuerung eines luftgesteuerten Buschjostventils.
Gegendrucksicher mit Sicherheitsreserve
Heute stellt Buschjost dem Markt eine umfassende Palette von modernen Prozessventilen für den Niederdruckbereich
bis 40 bar zur Verfügung. Sie werden in der Dampftechnik, der Rauchgasentschwefelung und für Wasser-, Gas- sowie
Filtertechnik eingesetzt. Aufgrund der hohen Anforderungen in diesem Bereich bietet Buschjost hier Kolbenventile an,
die über eine hohe Sicherheitsreserve verfügen und auch in gegendrucksicherer Ausführung verfügbar sind. Entscheidend
für den sicheren Betrieb ist dieses Merkmal unter anderem in Anwendungen wie der Generatorkühlung.
Ventile mit System
Moderne, zukunftweisende Ventile für die Prozess- und Energietechnik unterscheiden sich durch eine Reihe von
Punkten von den bewährten Baureihen. Sie sind langlebiger und wartungsärmer, haben lange Standzeiten und sind genau
auf ihren Einsatz zugeschnitten. Zugleich müssen die Ventile wirtschaftlich sein. Damit war die Basis für die
Ventil-Systemtechnik gelegt. Mit dem Click-on®-System hat das Bad Oeynhauser Unternehmen den Grundstein zu
einem umfassenden Ventilsystem gelegt. Buschjost hat die Click-on®-Baureihe so optimiert, dass sie mit wenigen
Magnettypen auskommt. Diese sorgen für eine sichere Funktion der Kolbenventile in Nennweiten von DN 15 bis DN 150
und G 1/4 bis G 2.
Besonderes Augenmerk bei der Entwicklung der neuen Ventile ist auf die Optimierung der Ventilkörper gelegt worden.
Mit modernen Konstruktions- und Simulationstools wurden alle relevanten Parameter im Vorfeld genauestens analysiert.
Die Ergebnisse zeigen sich unter anderem in optimierten Durchflusswerten und Ventilgeometrien. Zudem konnte die
Anzahl der Einzelteile durch Integration und Zusammenfassung von Funktionen bei jedem Ventil deutlich gesenkt werden,
um die Standzeiten zu erhöhen und Wartungsarbeiten zu minimieren.
Indirekt und zwangsgesteuerte Kolbenventile
Aufgrund ihrer kompakten Kolben bauen die Kolbenventile sehr flach auf. Um sie unempfindlich gegenüber
Verschmutzungen zu machen, haben die Entwickler die Dichtungslaufflächen der Kolben außerhalb des durchströmten
Bereichs gelegt. Diese Konstruktion minimiert nicht nur die Anfälligkeit gegenüber verunreinigten Medien, sondern
wirkt sich ebenso positiv auf die Standzeiten aus. Bei allen Ventilen der neuen Baureihen kommen Kolben mit sehr
glatten, rollierten Oberflächen zum Einsatz, was den Verschleiß noch einmal senkt.
Je nach Baureihe sind die Ventile in Messing oder Stahlguss sowie Edelstahlgehäuse im Programm. In der
Heißdampfausführung sind sie für Medien bis zu einer Temperatur von +200 Grad Celsius einsetzbar. Spezielle
Entwicklungen für Temperaturen bis -40 Grad oder Drücke bis 70 bar ergänzen ebenso das Programm wie fettfrei
arbeitende Ventile für den Einbau in Sauerstoff führenden Systemen.
Weniger Gewicht
Umfassende Untersuchungen an den alten, Flanschbaureihen zeigten, dass sie bis zu 25% Stahl bzw. Edelstahl
enthalten, der keine unmittelbare Funktion hat, sich nicht auf die Festigkeit und Stabilität des Gehäuses auswirkt,
sondern nur auf das Gewicht. Optimieren heißt, an den richtigen Stellen eingreifen und verbessern. Alle Maß- und
Anschlussbilder, alle Dichtflächen entsprechen 100% den einschlägigen Normen DIN und ANSI. Darüber hinaus sind die
relevanten Einbaumaße erhalten geblieben, sodass auch Dichtungen und Zubehör weiterhin passen. Ein Ventil DN 50 der
neuen Generation ist rund 3,5 Kilogramm leichter als herkömmliche Flanschventile, dies entspricht einer
Gewichtseinsparung von rund 25%. Damit sind sie deutlich einfacher und schneller zu montieren und bei der
Wartung bzw. Reparatur auch schneller wieder auszubauen.
Sicherheit mit Stahlguss
Alle Funktionen und Parameter sind über aufwendige Simulationen am Rechner abgesichert und überprüft worden.
Die Ventile entsprechen den Vorgaben der Druckgerätekennlinie für Gase der Gruppe 2.
Bei der Konstruktion standen die Sicherheitsaspekte ganz oben an. Punkte wie Festigkeitsnachweis und
Sicherheitsbeiwert bekommen immer stärkere Bedeutung. Darum hat Buschjost die Materialien für die Ventilgehäuse
einer kritischen Bewertung unterzogen. Mit dem bisherigen Standardmaterial Grauguss lassen sich nur ein Teil der
Anforderungen an zukunftsfähige Armaturen realisieren. Darum hat sich Buschjost bei den neuen
Flanschventilbaureihen ausschließlich für Stahlguss und Edelstahl entschieden. Trotz hochwertigem Stahlguss
bleiben die Preise konstant.
Gerade in der Prozessindustrie und Energietechnik stoßen Standardausführungen schnell an ihre Grenzen.
Die Anlagen erfordern zusätzlich elektrische Stellungsanzeigen, Handnotbetätigungen, Ausführungen mit speziellen
Steckverbindern, Handhilfsbetätigungen etc. In dem umfassenden Zubehörprogramm findet sich für fast alle
Anforderungen die richtige Lösung.
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